Grundlagen der Synchronisation
MobiLink-Synchronisationsskripten können in SQL, Java oder .NET geschrieben werden. Java und .NET sollten gewählt werden, wenn die SQL-Sprache oder die Möglichkeiten des Datenbank-Managementsystems das gewünschte Design einschränken würden oder wenn Sie eine DBMS-unabhängige Synchronisationslogik wünschen.
Wie aus der folgenden Abbildung ersichtlich ist, kann eine programmierte Synchronisationslogik genau wie SQL-Logik eingesetzt werden. Der MobiLink-Synchronisationsserver kann beim Eintritt von MobiLink-Ereignissen Java- oder .NET-Methoden genau so wie SQL-Skripten aufrufen. Auf die Upload- und Download-Datenströme kann man von der Java- oder .NET-Synchronisationslogik jedoch nicht direkt zugreifen. Hier muss eine Zeichenfolge an MobiLink zurückgegeben werden.
Die SQL-Synchronisationslogik ist auf die prozeduralen Sprachfähigkeiten Ihrer konsolidierten Datenbank beschränkt. Es ist unwahrscheinlich, dass SQL-Sprachen die bei Java oder .NET verfügbare Programmierlogik bieten. Sie verwenden die Java- oder .NET-Synchronisationslogik, wenn die SQL-Logik begrenzt ist, wenn Sie Vorgänge auf verschiedenen Datenbankplattformen ausführen müssen und wenn Sie Portierbarkeit für mehrere RDBMS und Betriebssysteme benötigen. Im Folgenden sind einige Szenarios beschrieben, in denen Java- oder .NET-Code sinnvoll eingesetzt werden kann.
Eine Prozedur zur Benutzerauthentifizierung kann z.B. in Java oder .NET geschrieben werden, wobei die Benutzer-ID eines MobiLink-Benutzers für Prüfzwecke in eine Tabelle der konsolidierten Datenbank eingetragen wird.
Falls Ihre Datenbank nicht in der Lage ist, mit Variablen umzugehen, können Sie eine Variable in Java oder .NET einrichten, die während der gesamten Verbindung bzw. Synchronisation bestehen bleibt.
Falls Ihre Datenbank nicht in der Lage ist, benutzerdefinierte gespeicherte Prozeduren zu erzeugen, können Sie in Java oder .NET eine Methode erstellen, die die benötigten Funktionen ausführen kann.
Wenn Ihr Programm während eines Synchronisationsereignisses Kontakt zu einem externen Server aufnimmt, können Sie die Java- oder .NET-Synchronisationslogik einsetzen, damit Synchronisationsereignisse bestimmte Aktionen auslösen. Java- und .NET-Synchronisationslogik kann für mehrere Verbindungen gemeinsam genutzt werden.
mithilfe der Java- oder .NET-Synchronisationslogik können Sie MobiLink verwenden, um auf Daten auf Anwendungsservern, Webservern und Dateien zuzugreifen. Sie können JDBC oder iAnywhere-Klassen in Ihre Synchronisationslogik einbeziehen, um auf Daten nicht nur in der konsolidierten Datenbank, sondern auch in anderen relationalen Datenbanken zuzugreifen. Zum Beispiel kann ein externer Server eingesetzt werden, um die Benutzer-ID und das Kennwort zu validieren. Aus der folgenden Abbildung sind die Verknüpfungen zwischen Java- oder .NET-Synchronisationslogik und einer konsolidierten Datenbank sowie einem zweiten Datenserver ersichtlich.
Bei der Java- und .NET-Synchronisationslogik haben Sie Zugriff auf eine MobiLink API-Schnittstelle. Die MobiLink API-Schnittstellen sind Gruppen von Klassen und Schnittstellen für die MobiLink-Synchronisation. Es gibt die beiden MobiLink API-Schnittstellen Java und .NET.
Die MobiLink Java API-Schnittstelle bietet Folgendes:
Zugriff auf die vorhandene ODBC-Verbindung als JDBC-Verbindung
Die Fähigkeit, neue JDBC-Verbindungen einzurichten, mit der Möglichkeit, außerhalb der aktuellen Synchronisationsverbindung festzuschreiben und Verbindungen herzustellen. Zum Beispiel können Sie dies zur Fehlerprotokollierung verwenden.
Die Fähigkeit, Java-Code vor dem Ausführen durch den MobiLink-Server schreiben und debuggen zu können. SQL-Entwicklungsumgebungen sind für viele Datenbank-Managementsysteme im Vergleich zu denen, die für Java-Anwendungen verfügbar sind, recht primitiv.
Code, der innerhalb der Java Virtual Machine abläuft und den Zugriff auf alle Java-Bibliotheken und nativen Java-Schnittstellenaufrufe ermöglicht.
Weitere Hinweise finden Sie unter MobiLink Java-API-Referenz.
Die MobiLink .NET API-Schnittstelle bietet Folgendes:
Zugriff auf vorhandene ODBC-Verbindung mithilfe von iAnywhere-Klassen, die ODBC von .NET aus aufrufen
Code, der innerhalb der .NET-CLR-Sprache (Common Language Runtime) abläuft und Zugriff auf alle .NET-Bibliotheken und nicht verwalteten Aufrufe gestattet
Weitere Hinweise finden Sie unter MobiLink .NET API-Referenz.
Weitere Hinweise zu den Optionen für das Schreiben von Synchronisationsskripten finden Sie an folgenden Stellen:
SQL Anywhere Studio 9.0.1
Copyright © 1989–2004 Sybase Inc. Teil-Copyright © 2001–2004 iAnywhere Solutions Inc. Alle Rechte vorbehalten.